Sport war für mich nie eine Frage.
Ich hab’s einfach gemacht.
Seit meiner Kindheit war ich immer in Bewegung.
Draußen. Im Turnsaal. Immer im Flow.
Das war kein Plan, das war mein Normalzustand.
2017 entdeckte ich dann den OCR Sport für mich.
Im selben Jahr wurde ich schwanger, habe weiterhin Krafttraining betrieben, bin jedoch keine Rennen mehr gelaufen.

Warum der Tod meiner Mutter alles verändert hat
Dann ist meine Mama gestorben.
Und auf einmal ging nichts mehr.
Ich habe nicht „mal kurz eine Pause gemacht“.
Ich war raus.
Komplett.
Ich konnte mich nicht aufraffen.
Nicht laufen. Nicht dehnen. Nicht mal atmen mit Absicht.
Und das ging nicht zwei Wochen so.
Nicht drei Monate.
Das ging drei Jahre.

Drei Jahre Stillstand und ein Körper, der sich fremd anfühlte
Ich bin erst 2022 so richtig wieder eingestiegen.
Mit 12 Kilo mehr auf den Rippen.
Und nachdem ich mich selbst nicht mehr im Spiegel erkannt habe.
Davor hab ich mich abends in die Arbeit gestürzt und tagsüber irgendwie existiert.
Für mein Kind.
Aber mein Körper war kein Zuhause mehr.
Sondern einfach nur da.
Ich weiß, wie es ist, wenn Bewegung plötzlich wie eine Sprache klingt, die man verlernt hat.
Wenn der Körper nur noch funktioniert, aber sich nicht mehr gut anfühlt.
Wenn man zwar da ist – für sein Kind, den Alltag, die Verpflichtungen – aber innerlich alles im Stand-by läuft.

Selbstständigkeit? Dann ist Zeit gleich Geld. Und beides fehlt.
Als ich von November 2025 bis Anfang Januar 2026 durchgehend als Begleitperson mit meinem Sohn im Krankenhaus war, hat’s mich nochmal erwischt.
Nicht körperlich.
Sondern innerlich.
Vielleicht denkst du jetzt:
„Ja, sei doch froh, dass du überhaupt bei deinem Kind sein konntest.“
Und ja – das war ich. Für mich wäre es auch nie in Frage gekommen, ihn dort alleine zu lassen.
Aber was viele nicht sehen: Wenn du selbstständig bist (aber nicht selbst krank), dann bezahlt dir niemand diese Zeit.
Klar, ich habe einen Mann an meiner Seite, der mich unterstützt.
Aber trotzdem:
Es war nie mein Anspruch, finanziell von jemand anderem abhängig zu sein.
Ich liebe meine Arbeit.
Und es hat mir nicht nur das Einkommen gefehlt –
sondern auch mein Platz im Alltag.
Meine Kurse sind nicht nur ein Job.
Sie sind Teil von mir.
Wenn ich sie nicht geben kann, fehlt mir mehr als Geld.
Und trotzdem läuft alles weiter:
- Dieses nagende Gefühl, nichts beitragen zu können.
- Rechnungen
- Verantwortung
Und das macht was mit einem.
Weil du nicht nur über 6 Wochen kämpfst, um stark zu sein für dein Kind, sondern innerlich auch ständig rechnest.
Mit Geld. Mit Energie. Mit Nerven.
Diese Zeit hat mir wieder gezeigt, wie schnell es gehen kann, um sich selbst zu verlieren.
Aber auch:
wie wenig es manchmal braucht, um wieder bei sich anzukommen.

15 Minuten für mich – Bewegung für echte Tage
Und genau daraus ist „15 Minuten für mich“ entstanden.
Ich habe es nach unserer Krankenhauszeit gebaut.
Nicht in einem perfekten Business-Moment, sondern weil ich gemerkt habe:
Ich brauche Bewegung – nicht als Training, sondern als kleine Möglichkeit, wieder bei
mir anzukommen.
Es ist kein Fitnessprogramm im klassischen Sinne.
Sondern eher :
Eine Überlebensstrategie für chaotische Tage. ♥
Ein paar Schritte draußen, ein paar Atemzüge, einfach mal den Kopf freikriegen.
„15 Minuten für mich“ ist entstanden, weil ich weiß, wie sich echte Neuanfänge anfühlen.
Es ist ein freundlicher Reminder an mich selbst und an jeden, der gerade zu viel trägt:
Ich kann immer wieder anfangen.
Auch nach Pausen.
Auch nach Chaos.
Auch nach Wochen, in denen nichts ging.
Wenn du dir was Gutes tun willst, auch oder gerade an chaotischen Tagen:
Das hier ist für dich. 💚
15 Minuten für mich
Michi
